S-DNA

LICHT ALS ARCHITEKTONISCHER FINGERABDRUCK

Am Anfang stand die Anforderung der Planer und Architekten, ein modulares Lichtsystem mit maximaler Gestaltungsfreiheit zu entwickeln. Die Leuchte sollte sich wie ein Netzwerk durch den Raum ziehen, individuelle Konfigurationen ermöglichen und dabei eine eigenständige architektonische Aussage treffen. So entstand die DNA.

Die charakteristischen Knotenpunkte bilden das Herzstück der Leuchte. Jeder Ring wurde mit einer, ringförmigen LED-Platine bestückt, die ihr Licht indirekt an die Decke abstrahlt. Dadurch entsteht eine weiche, blendfreie Lichtwirkung, die die Geometrie der Leuchte hervorhebt und gleichzeitig den Raum atmosphärisch inszeniert.

Verbunden werden die Knotenpunkte durch Profilstücke, die die weiterführende Form definieren und gleichzeitig die komplette Verkabelung aufnehmen. Weiße Abdeckbleche schließen die Konstruktion nach unten ab und verleihen der Leuchte ihre grafische Anmutung.

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Die eigentliche Ingenieursleistung steckt jedoch im Inneren: Für die unterschiedlichsten Verzweigungen wurde ein Baukastensystem entwickelt, bestehend aus insgesamt fünf verschiedenen Typen von Knotenpunkten. So konnten individuelle Geometrien realisiert werden, ohne für jede Konfiguration eine neue Konstruktion entwickeln zu müssen. Gleichzeitig mussten Montagetoleranzen sowohl der Leuchte als auch der Gebäudestruktur zuverlässig ausgeglichen werden – eine Voraussetzung, um die komplexe Lichtskulptur überhaupt montierbar zu machen.

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Was auf einer klassischen Gipskartondecke unkompliziert realisierbar war, stellte an der Heiz-/ Kühldecke des Multifunktionsraums deutlich höhere Anforderungen. Gefragt war eine Befestigungslösung, die maximale Sicherheit mit größtmöglicher Rücksicht auf die sensible Deckenkonstruktion verbindet. Das Ergebnis: eine durchdachte Montage, die sowohl die Integrität der Heiz-/Kühldecke als auch die spätere Wartungsfreundlichkeit sicherstellt. Einzelne Deckenfelder bleiben jederzeit zugänglich – ganz ohne Demontage der Leuchte.

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Auch bei der elektrischen Planung war Köpfchen gefragt. Aus wirtschaftlichen Gründen sollten möglichst viele Kontenpunkte an einem gemeinsamen Konverter versorgt werden. Die serielle Verdrahtung der Ringplatinen miteinander entwickelte sich dabei schnell zu einer eigenen Disziplin – und sorgte nicht nur in unserer Technikabteilung, sondern auch auf der Baustelle für intensive Denkarbeit.

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Entstanden ist ein maßgeschneidertes Lichtsystem, das die Anforderungen des Projekts nicht nur erfüllt, sondern mitgeprägt hat. Technisch durchdacht, konstruktiv raffiniert und gestalterisch prägnant wurde die Leuchte zur DNA des Projekts – übersetzt in Licht.

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